Nahrung verdient Respekt!

Der Respekt beim Umgang mit Lebensmittel und den Menschen die sie herstellen wird dann deutlich, wenn man mal sieht was alles weggeschmissen wird.

Wir alle wollen dafür anerkannt werden, was wir tun. Egal ob es im Beruf ist, bei Freunden, der Familie oder auch im Austausch mit Fremden. Der gegenseitige Respekt ist das Fundament unserer Gesellschaft und damit erzähle ich den meisten nichts Neues. Gut, ein paar Idioten gibt es überall aber deren Beitrag zur Gesellschaft ist in der Regel eher marginal.

Wenn wir alle also so viel Wert auf Respekt und Anerkennung legen und uns wünschen, dass uns andere respektieren und wir selbst andere ebenfalls respektieren, warum respektieren wir dann nicht das, was wir essen und die Menschen, die es produzieren?!

Statistisch gesehen werfen wir jedes Lebensmittel weg, das bis Mai jeden Jahres produziert wird. Wenn man genauer hinsieht und es überspitzt darstellt, dann ist dort ein Bauer, der baut unser Gemüse an, zieht Tiere groß und bringt seinen Ertrag zu einem Markt oder einem Verarbeiter von Lebensmitteln, dieser verarbeitet die Produkte und bringt sie zum Großhandel, dann zum Supermarkt, wir bezahlen dort Geld und schmeißen jedes einzelne Stück davon in den Müll.

Das ist nicht nur sinnlos und kostet jedem Geld sondern ist auch respektlos denjenigen gegenüber, die jeden Tag raus aufs Feld fahren um sich um unsere Lebensmittel zu sorgen. Es ist auch respektlos gegenüber dem Tier, da es umsonst stirbt und respektlos gegenüber der globalen Gesellschaft in der immer noch viele Menschen Hunger leiden.

Dänemark hat dies für sich erkannt und hat deshalb in den letzten Jahren seinen Anteil an Lebensmittelabfällen enorm reduziert und sogar den ökonomischen Nutzen erkannt.

Der Beitrag auf Arte „Zu gut für die Tonne“ bringt es auf den Punkt. Einige Startups bieten Konzepte an, die es Menschen ermöglichen Übriggebliebenes sinnvoll zu nutzen. Ein teures, exklusives Buffet wird kurz vor Ladenschluss zum Schnäppchenpreis angeboten. Immer noch mehr Umsatz als wenn das Restaurant es wegschmeißt. Ein Supermarkt, der nur aussortierte Waren zum Sonderpreis verkauft. Ein Nutzen für den Betreiber, ein Nutzen für die Kunden. Apps, die Restaurants listen, wo man „to-go“ frische Gerichte kurz vor Ladenschluss günstig ordern kann und vieles mehr.

In Diskussionen mit Experten wird häufig gewarnt, man solle nicht mit dem gehobenen Zeigefinger auf die armen Verbraucher zeigen, aber ich sehe es anders.

Lebensmittelabfälle müssen in dieser Menge nicht sein und können einfach vermieden werden. Es kann sogar Geld sparen und Spaß machen. Warum nicht mal gemeinsam kochen? Jeder bringt etwas mit und man schaut einfach, was man daraus machen kann.

Es ist eine Frage des Respekts und der Anerkennung. Zeit für einen neues Mindset.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Es macht mich immer wieder wütend, wenn ich sehe, wie unachtsam manche mit Lebensmitteln umgehen. Ich lebe in einer WG und bei uns fällt wenig Lebensmittelabfall an, da wir uns gegenseitig beim aufbrauchen helfen. Außerdem kann man super herumexperimentieren und neue Lieblingsrezepte erschaffen. Am besten schmecken doch immer die Suppen, Pfannen oder Aufläufe in denen man einfach alle Reste aufbraucht 🙂 LG, Susi

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    1. umweltgruen sagt:

      Danke für deinen Beitrag. Ich finde auch, man müsste mehr experimentieren. Zum Beispiel könnte man „Food-Saver-Cooking“ organisieren zu denen jeder das mitbringt, was er zu Hause hat und man kocht gemeinsam etwas leckeres daraus 🙂

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      1. Das müsste man wirklich viel häufiger machen, ich als Studentin veranstalte das tatsächlich ab und zu mit Freunden 🙂

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